IG Metall Ostsachsen
http://www.igmetall-ostsachsen.de/aktuelles/meldung/zukunft-fuer-die-zukunft-bei-siemens-in-goerlitz/
23.10.2017, 06:10 Uhr

Siemens

Zukunft für die Zukunft bei Siemens in Görlitz!

  • 22.08.2017
  • Aktuelles

Der Siemens Konzern hatte angekündigt, im Bereich der eigenen Ausbildung Umstrukturierungen und Kostensenkungen zu planen. Dass diese Pläne nicht ohne Antwort der Beschäftigten bleiben würden, stand von Anfang an außer Frage.

Rund 400 Beschäftigte, darunter viele Auszubildende und dual Studierende, folgten am 22. August 2017 dem Aufruf von IG Metall, Betriebsrat und Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) und beteiligten sich an einer Kundgebung außerhalb des Siemens Werksgeländes. Sie zogen von der Hauptpforte auf die nahe gelegene Melanchtonstraße, um ihrem Unmut über die Vorhaben des Unternehmens Luft zu machen.

Lukas Nitsche, Vorsitzender der JAV, machte in seiner Eröffnungsrede deutlich, dass die Auszubildenden und dual Studierenden am Görlitzer Siemens Standort hinter der Forderung stehen, die SPE und damit auch die Stellen aller Ausbilder langfristig und in vollem Umfang zu erhalten - Beifall und die Klänge der Trillerpfeifen hallten durch die Straßen und gaben ihm Recht. Der Betriebsratsvorsitzende, Christian Hainke, verwies darauf, welche Bedeutung von der Ausbildung bei Siemens für die regionalen Berufs- und Hochschulen ausgeht.

"Die heutige Kundgebung ist nur der Anfang. Wir werden diesen Abwehrkampf mit euch gemeinsam führen und Siemens deutlich machen, dass der Konzern die Ausbildung in unserer Region erhalten muss", sagte Jan Otto, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ostsachsen. "Es ist absolut nicht hinnehmbar, dass für kurzfristige Rendite die Zukunft der Menschen verkauft werden soll", so Otto weiter unter Bezug auf den Unternehmensgründer Werner von Siemens.

Weitere Solidaritätsbekundungen und Unterstützung bekamen die Kolleginnen und Kollegen vom Bundestagsabgeordneten Thomas Jurk, Landrat Bernd Lange, Oberbürgermeister Siegfried Deinege, dem Vorsitzenden der Gesamtjugendvertretung bei Bombardier, Robert Hieke, und dem Sprecher des Siemens Verbindungskreises Nord/Ost, Enriko Wiesner.

Wie es mit der SPE weitergeht und ob das Unternehmen einlenkt, werden die nächsten Monate zeigen. Vollkommen klar hingegen ist, dass alle Mitglieder der IG Metall am Görlitzer Siemens Standort sich der Unterstützung ihrer Gewerkschaft sicher sein können.

 

 


Drucken Drucken