Jubilarehrung 2025

17960 Jahre gelebte Solidarität: IG Metall Ostsachsen ehrt 305 Mitglieder für ihre Treue

25.09.2025 | Ehre, wem Ehre gebührt. Mit einem Festakt bedankte sich die IG Metall Ostsachsen am 24. September bei 305 Mitgliedern für 17960 Jahre Treue zur Gewerkschaft. Sie leben Solidarität und sorgen mit ihrer Mitgliedschaft seit 40, 50, 60, 70, 75 oder sogar 80 Jahren für bessere Arbeitsbedingungen.

64 der 305 Jubilarinnen und Jubilare nahmen persönlich an der Jubilarfeier teil. Viele kamen in Begleitung.

Uwe Garbe, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ostsachsen, hielt die Festrede und blickte auf aktuelle Entwicklungen, die er gemeinsam mit ...

... seinem Team der Geschäftsstelle und vielen ehrenamtlich engagierten Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben anpackt.

Applaus für die Lebensleistung der Jubilarinnen und Jubilare, die mit ihrem Engagement in vielen Abwehrkämpfen – insbesondere in den Jahren nach der Wiedervereinigung – in die Zukunft geführt haben.

Eine Jubilarfeier ist immer auch ein guter Anlass, um sich mit früheren Kolleginnen und Kollegen auszutauschen und in Erinnerungen zu schwelgen. Fotos: IG Metall

64 Metallerinnen und Metaller hatten sich angemeldet, um an der Feier in der Stadthalle Krone in Bautzen persönlich teilzunehmen. Unter ihnen waren fünf treue Gewerkschaftsmitglieder, die bereits seit einem Dreivierteljahrhundert dabei sind. 17 anwesende Frauen und Männer gehören der Gewerkschaftsbewegung bereits seit sieben Jahrzehnten an. Unter den Jubilaren war auch Andre Koglin, der von 1991 bis 2008 Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ostsachsen war. Er wurde für 60 Jahre Mitgliedschaft in der IG Metall geehrt.

Blick in die Geschichtsbücher
Uwe Garbe, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ostsachsen, nahm die Jubilarinnen und Jubilare mit auf einen Streifzug durch die Geschichte. Er blickte er zurück auf viele vergangene und erfolgreiche Jahre Gewerkschaftsarbeit in der Region Ostsachsen. Bilder ergänzten die Rede. Sie zeigten beispielhaft viele Aktionen und Auseinandersetzungen aus Tarifrunden und Kämpfen um Standorte und Arbeitsplätze. Uwe Garbe betonte, wie wichtig die Mitgliedschaft in der IG Metall ist: „Ohne Euch, Eure Solidarität und Euer Engagement wäre die Arbeitswelt in Ostsachsen eine andere.“ Dabei erinnerte der Erste Bevollmächtigte insbesondere an die Kämpfe um die Betriebe in den 1990er-Jahren nach der Wiedervereinigung. „Gemeinsam haben wir viel erreicht und die Region in die Zukunft geführt“, so Garbe. „Danke für Euren Einsatz für bessere Arbeitsbedingungen und für mehr Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft.“

Aktuelle Entwicklungen
In seiner Festrede blickte Uwe Garbe aber auch auf die jüngere Vergangenheit und auf aktuelle Entwicklungen. Bei der Accumotive in Kamenz, bei Palfinger in Löbau oder bei Borbet in Kodersdorf zum Beispiel hat die IG Metall Ostachsen erfolgreich für Mitbestimmung und Tarifverträge gekämpft hat. Dass Standorte auch in die Zukunft geführt werden können, wenn sich alteingesessene Unternehmen zurückziehen, zeigt das Beispiel Alstom in Görlitz, wo sich für die Beschäftigten mit KNDS eine neue Perspektive zeigt und Arbeitsplätze erhalten bleiben. Aber nicht immer sind solche Abwehrkämpfe gegen Standortverlagerungen, bei denen Marge über Menschen gestellt wird, erfolgreich. „Wenn der unternehmerische Wille und das Verantwortungsbewusstsein für die Menschen in der Region fehlen, die in guten Zeiten große Gewinne für Unternehmen und Aktionäre erwirtschaftet haben, stoßen wir mit unserer Kampfkraft an Grenzen“, sagte Uwe Garbe mit Blick auf die Entwicklungen bei Bosch Powertools in Sebnitz oder Waggonbau Niesky. „Hier braucht es neben unserem Einsatz auch politische Rahmenbedingungen, für die wir uns ebenfalls tagtäglich bei den politisch Regierenden stark machen.“

Gemeinsames Schwelgen in Erinnerungen
Nach den Reden und Ehrungen hatten die Jubilarinnen und Jubilare, die teilweise auch mit ihren Partnerinnen und Partnern an der Feier in der Stadthalle teilnahmen, noch reichlich Gelegenheit, sich mit früheren Kolleginnen und Kollegen auszutauschen. Dabei lebte so manche Erinnerung an gemeinsame Kämpfe und Erfolge wieder auf. Für das leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt. Musikalisch umrahmt wurde die Jubilarfeier vom Dorfensemble Bertsdorf unter der Leitung von Siegmar Hübner.

Von: kk

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