IG Metall Ostsachsen
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10.08.2020, 13:08 Uhr

Berichte aus den Betrieben

Europaweiter Aktionstag bei Bombardier und Alstom

  • 16.07.2020
  • Aktuelles

Heute riefen die europäischen Gewerkschaften alle Beschäftigten von Bombardier und Alstom auf, sich an den in ganz Europa stattfindenden Aktionen zu beteiligen. Auch die Bombardier Standorte in Bautzen und Görlitz machten mit diversen Fotoaktion mit.

„Erstmalig findet ein europaweiter gemeinsamer Aktionstag mit allen Gewerkschaften vor einer Fusion statt“, sagt Stefan Schaumburg, IG Metall Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen. „Wir fordern von der EU und allen Mitgliedsstaaten die Entwicklung einer guten und langfristigen Industriepolitik zur Unterstützung der Eisenbahnzuliefererindustrie in Europa.“

Bei den Beschäftigten von Bombardier Transportation ist fünf Monate nach der Ankündigung der Übernahme durch Alstom die Unsicherheit immer noch sehr hoch. Die Beschäftigten und Gewerkschaften fordern die Unternehmensleitungen von Bombardier und Alstom auf, alle Arbeitsplätze und alle europäischen Standorte zu sichern und sich zu echten Garantien zu verpflichten. Weiterhin fordern sie, dass vollständige Klarheit über den langfristigen Industrieplan geschaffen wird und für sichere Arbeitsplätze gesorgt wird. Gefordert wird auch ein intensiver Sozialdialog, in dem Beschäftigte und Gewerkschaften über Veränderungen informiert und gehört werden.

Jan Otto, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ostsachsen sagte: „Wir haben die Bombardier Standorte in den vergangenen Jahren nicht verteidigt und mit guten Konzepten ausgestattet, um jetzt im Zuge der Fusion Stellen oder Produkte abgeben zu müssen. Die europäische Bahnindustrie braucht einen starken Player, um im internationalen Wettbewerb mithalten zu können. Deshalb gibt es gute Gründe und Konzepte, um mit allen Beschäftigten und Standorten, in dieser Fusion, diesen starken europäischen Bahnplayer zu kreieren. Wir werden mit Nachdruck diesen Prozess begleiten und sind an dem Punkt angelangt, an dem wir jeden weiteren Raubbau, auch an der deutschen Bahnindustrie, vehement bekämpfen werden.“