IG Metall Ostsachsen
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13.08.2020, 04:08 Uhr

MAJA MÖBEL Wittichenau

IG Metall und MAJA Möbel einigen sich auf Einstieg - Anerkennungstarifvertrag unterzeichnet

  • 06.12.2019
  • Aktuelles

Die IG Metall Ostsachsen und die Geschäftsführung der MAJA-MÖBELWERK GmbH haben am Donnerstag in Wittichenau einen Anerkennungstarifvertrag unterzeichnet. Er beinhaltet für das Unternehmen einen Fahrplan zur Angleichung der Entlohnung an das Niveau des in Sachsen gültigen Flächentarifvertrages für die holzverarbeitende Industrie. Für die Holz- und Kunsstoffbranche der Region ist dieser Abschluss ein Meilenstein.

Nach monatelagen, sehr intensiv geführten Verhandlungen ist es endlich vollbracht. Mit der Unterzeichnung des Anerkennungstarifvertrags für die mehr als 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Standort in Wittichenau schaffen IG Metall und die Geschäftsführung der MAJA MÖBELWERKE GmbH Planungssicherheit für die Zukunft.

Bereits ab ersten Januar 2020 beginnt die Umsetzung der Vereinbarung. Sie sieht eine schrittweise Angleichung an den Tarifvertrag für alle Beschäftigten vor.

„Wir haben gemeinsam große Anstrengungen unternommen, um eine wirtschaftlich tragfähige Lösung zu erzielen. Wir sind uns unserer Verantwortung für die Region Oberlausitz und den Standort bewusst. Mit diesem Konsens wollen wir die Arbeitsplätze in Wittichenau langfristig erhalten, und gleichzeitig unsere globale Wettbewerbsfähigkeit sicherstellen“, sagen Uwe Gottschlich und Gunnar Halbig, Geschäftsführer von MAJA Möbel Wittichenau.

Jan Otto, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ostsachsen sagt: „Im Rahmen des Strukturwandels in der Lausitz und der breit geführten Debatte über die Energiewende und den Klimawandel wird oft vergessen, dass es neben Automobil- und Maschinenbau weitere wichtige Branchen gibt, die das Rückgrat der deutschen Industrie bilden. Wir sind daher besonders froh, mit MAJA Möbel Wittichenau einen relevanten Player der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie in Ostsachsen in die Tarifbindung bringen zu können. Damit erfährt der Flächentarifvertrag der Holz- und Kunststoffverarbeitenden Industrie in Sachsen eine lang notwendige Renaissance, die für die Gewinnung von Fachkräften wichtig ist. Jetzt können wir uns im Rahmen der erfolgreich gelebten Sozialpartnerschaft darum kümmern, dass endlich dieser Industriezweig auch die nötige Beachtung findet. Es geht nicht nur darum zu schauen, welche neue Industrien wir ansiedeln können in Ostsachsen: Es geht darum, bereits vorhandene zu stärken. Dazu gehört auch eine höhere Beachtung im Rahmen von Förder- und Entlastungsmöglichkeiten. Denn die Möbel fallen nicht einfach vom Himmel: Sie werden hier hochwertig in Wittichenau zu fairen Arbeitsbedingungen produziert.“

MAJA Möbel in Wittichenau hat sich in über fünfundzwanzig Jahren in Sachsen zu einem hochspezialisierten Produktionswerk entwickelt. Das Unternehmen produziert mit mehr als 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Großserien zerlegte Möbel auch für den Kunden IKEA.