11.08.2025 | Bautzen ist bunt. Mehrere Tausend Menschen haben am 10. August den Beweis angetreten und sind beim 3. Christopher Street Day auf die Straße gegangen. Unter ihnen auch Metallerinnen und Metaller. Gemeinsam haben die Demonstrierenden ein starkes und sichtbares Zeichen für Vielfalt und Toleranz gesetzt.
Kurz nach zwölf ist der Platz am Sonntagmittag vor der Maria-und-Martha-Kirche bereits gut gefüllt. Viele Menschen aus Bautzen, der Region Ostsachsen und von weiter her sind zur Pride-Veranstaltung gekommen, um für die Rechte queerer Menschen Gesicht zu zeigen.
Sie haben bunte Regenbogenfahnen mitgebracht und Transparente, auf denen zu lesen ist, warum sie gekommen sind. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ ist groß auf einem Stoffbanner zu lesen. „Die Würde des Menschen“ heißt es in Artikel 1 des Grundgesetzes, die „Würde aller Menschen“ ist gemeint – und zwar unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung, Geschlechtsidentität oder Herkunft – das Grundgesetz nennt keine Einschränkungen. Dafür machen sich die Demonstrierenden beim CSD stark. Auf einem anderen Banner ist in bunten Farben zu lesen, worum es den Teilnehmenden geht: „Menschenwürde, Demokratie, Vielfalt, Respekt, Freiheit, Gleichberechtigung“. Auf einem Pappschild steht in bunten Buchstaben eine einzige Zutat, die es für das Leben benötigt: „Liebe ist alles, was wir brauchen.“
Die Veranstaltung ist friedlich verlaufen. Die Parade zog durch die Straßen und machte auf dem Kornmarkt Zwischenstopp. Dort sprachen die Queer-Beauftragte der Bundesregierung Sophie Koch (SPD), Bautzens Oberbürgermeister Karsten Vogt (CDU) oder die Journalistin Georgine Kellermann zu den Teilnehmenden. Die Chemnitzer Band Kraftklub sorgte mit Musik für gute Stimmung. Vom Kornmarkt ging es weiter Richtung Postplatz und schließlich zum Bahnhof, wo weitere Ansprachen und Musik auf die Teilnehmenden warteten, die für ein buntes und vielfältiges Bautzen gesorgt haben.