IG Metall Ostsachsen
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05.03.2021, 11:03 Uhr

Accumotive in Kamenz

Mehr als eine Million Batterien aus Kamenz für die E-Mobilität

  • 19.02.2021
  • Aktuelles

Im vergangenen Jahr lief bei der Accumotive in Kamenz die millionste Lithium-Ionen-Batterie vom Band. Das ist ein herausragender Meilenstein für den Betrieb in Kamenz – vor allem, weil es der einzige Standort im Daimler-Konzern ist, der das bis jetzt geschafft hat. Die Beschäftigten in Kamenz fertigen schon seit dem Jahr 2012 Batterien für Plug-in-Hybrid- und Elektro-Autos. Seit einem Jahr haben sie einen Tarifvertrag.

Jan Otto, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ostsachsen (rechts), bei einem Besuch des Accumotive-Werks in Kamenz im Jahr 2019. - Foto: IG Metall

„Es ist nicht verwunderlich, dass die Kolleginnen und Kollegen in Kamenz dieses Ziel erreicht haben“ sagt Jan Otto, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ostsachsen. „Schließlich liegt hier das geballte Knowhow des Konzerns, wenn es um das Thema Batteriefertigung geht.“

Die Fertigung am Standort Kamenz wird seit vergangenem Jahr zunehmend mehr in Richtung Serienfertigung umgebaut. Das merken die Beschäftigten an jeder Ecke. Dennoch hat das Werk noch nicht den hohen Stellenwert im Daimler-Konzern wie beispielsweise die Werke im Neckartal. Vor allem fehlt eine sichere Zukunftsperspektive für Kamenz. Meldungen zu Stellenabbauplänen im Konzern führen immer wieder zu großer Verunsicherung bei den Beschäftigten.

„Wir müssen genau hinsehen, was am Standort passiert“, sagt Metaller Jan Otto. „Insgesamt arbeiten mittlerweile schon annähernd 3.500 Beschäftigte im Betrieb. Über die Hälfte davon sind jedoch Leiharbeiter. Das muss besser werden.“, so Otto. „Wir haben zurzeit einen Leiharbeitsanteil von über 60 Prozent. Das geht natürlich nicht. Wir verlangen von Daimler, dass er die Stammbelegschaft nach oben zieht.“ Weiter fehle in Kamenz eine klare Zukunftsperspektive mit Blick auf Forschung und Entwicklung sowie das Batterie-Recycling und die Zweitverwertung, so Jan Otto, er kündigt deshalb an: „Da müssen wir zusammen mit dem Betriebsrat noch ran.“

 

Berichterstattung

18.02.2021: Radio Lausitz

18.02.2021: Sächsische Zeitung