IG Metall Ostsachsen
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16.12.2019, 08:12 Uhr

Projekt "Zukunft Ost"

"Progressive und auch agressive Industriepoltik waren nie wichtiger"

  • 18.11.2019
  • Aktuelles

Auch 30 Jahre nach der Friedlichen Revolution ist es für die IG Metall noch immer vordringlich, gleichwertige Lebensverhältnisse in Ost und West zu erreichen. Das Projekt "Zukunft Ost" hat das Ziel gemeinsam mit den Bezirken und Geschäftsstellen die IG Metall vor Ort stärken, um bei der Angleichung der ostdeutschen Bundesländer weiterzukommen. Am Freitag fand in Leipzig eine Jubiläumsveranstaltug "30 Jahre friedliche Revolution" statt. Die IG Metall Ostsachsen war dabei und hat hierzu eine sehr klare Position.

In Ostdeutschland haben Tarifflucht, Niedriglohnpolitik und oftmals Betriebsführung nach Gutsherrenart vielen Menschen die Zuversicht in eine gute Zukunft genommen. Und viele Menschen sind in der Vergangenheit aus Ostdeutschland abgewandert. Starke Geburtenjahrgänge gehen in Rente. Dies alles verschärft die Fachkräfteknappheit. Ein weiteres Problem sind die fehlenden Investitionen der Wirtschaft.

"Gute Arbeit" und gute Perspektiven sind unverzichtbar. Dafür sind auch immer mehr Beschäftigte bereit zu streiten. Erste Lichtblicke: In den letzten Jahren ist es in vielen Geschäftsstellen gelungen, mehr Betriebe in die Tarifbindung zu zwingen. Das Projekt "Zukunft Ost" und seine Veranstaltungen sind Teil des Dialogs über Entwicklungen und Perspektiven in Ostdeutschland. Es geht um Fragen der industriepolitischen Entwicklung, um tarifpolitische Konsequenzen und darum, die Durchsetzungsfähigkeit zu stärken. Gerade sie entscheidet darüber, ob und wann wir weitere Angleichungen und damit soziale Gerechtigkeit erreichen.

Jan Otto, Erster Bevollmächtigter sagt hierzu: „Für Ostsachsen gilt, wollen wir die Energiewende in Ostsachsen erfolgreich gestalten, so heißt dies für uns, die Arbeits- und Lebensbedingungen zu verbessern und in erster Linie weiter massiv zu erschließen, Betriebsräte zu gründen und Tarifverträge zu installieren. Es war nie wichtiger als jetzt eine progressive und aggressive Industriepolitik zu betreiben und die Gänze der Wertschöpfungsketten, zum Beispiel im Bereich der Batteriefertigung oder der Wasserstoffproduktion zu denken und für weitere Ansiedelungen zu sorgen. Ostsachsen ist Zukunft – aber nur mit einer erfolgreichen IG Metall, die sich auf allen politischen Ebenen einmischt mit der Kraft ihrer Mitglieder. So wird es uns gelingen dem Osten eine Stimme zu geben."

Mehr Infos zum Projekt Zukunft Ost www.projekt-zukunft-ost.de


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