Internationaler Frauentag

Stark machen für Gleichstellung – Frauen-Lunch in Bautzen

03.03.2026 | „Mitbestimmen. Mitgestalten. MehrWert Gleichstellung.“ Zum Internationalen Frauentag am 8. März ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter auf, Haltung zu zeigen. Aus gutem Grund: Demokratie und Gleichstellung geraten aktuell zunehmend unter Druck. Im Vorfeld des Internationalen Frauentag lädt der DGB in Ostsachsen am 6. März zum Frauen-Lunch mit Austausch in Bautzen ein.

Die Grafik zeigt: In tarifgebundenden Betrieben verdienen die Beschäftigten deutlich mehr. Und: Tarifbindung halbiert die Entgeltlücke. Deshalb: Setzt Euch gemeinsam für Tarifbindung in Euren Betrieben ein. Sprecht die Kolleginnen und Kollegen der IG Metall Ostsachsen an, sie begleiten Euch auf dem Weg zu mehr!

Ziel der Veranstaltung in Bautzen ist es, beim gemeinsamen Essen am Freitag, 6. März, im Mehrgenerationenhaus (Otto-Nagel-Straße 3, 02625 Bautzen) zwischen 13 und 15 Uhr darüber in den Austausch zu kommen, wie die Teilnehmenden Ungleichheiten im Alltag, in der Familie und im Beruf erleben und mit welchen Strategien sie dagegen gemeinsam aktiv werden können.

Denn noch immer übernehmen Frauen den Großteil der unbezahlten Pflege- und Sorgearbeit. Noch immer arbeiten sie häufiger in Teilzeit und werden schlechter bezahlt. Rund 16 Prozent verdienen Frauen in Deutschland weniger als ihre männlichen Kollegen. Und selbst wenn Unterschiede bei Qualifikation, Branche und Arbeitszeit berücksichtigt werden, bleibt eine bereinigte Lücke von 6 Prozent.

Der Kampf um Gleichstellung ist auch im Jahr 2026 noch nicht zu Ende. Schließlich geht es nicht um individuelle Entscheidungen, wie die unterschiedlichen Entgelte zeigen, sondern um strukturelle Benachteiligung. Frauen arbeiten häufiger in schlechter bewerteten Tätigkeiten, übernehmen den Großteil unbezahlter Sorgearbeit und sind seltener in Führungspositionen vertreten. Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie verpflichtet Deutschland bis 2026 zu mehr Transparenz und Berichtspflichten. Entscheidend wird sein, dass diese Vorgaben wirksam umgesetzt und kontrolliert werden. Gleiche Arbeit und gleichwertige Arbeit müssen endlich gleich bezahlt werden.

Tarifbindung schafft Gleichstellung
Wo Tarifverträge gelten, ist die Entgeltlücke deutlich kleiner. In der Metall- und Elektroindustrie liegt sie in tarifgebundenen Betrieben bei rund 9 Prozent, in nicht tarifgebundenen Betrieben bei etwa 18 Prozent. Tarifbindung halbiert damit die Lohnlücke. „Das zeigt: Tarifbindung wirkt – und zwar nachhaltig!“, macht Christiane Benner, Erste Vorsitzende der IG Metall, deutlich. „Denn mehr Entgelt bedeutet auch: weniger Altersarmut, größere Eigenständigkeit für Frauen und für das Gemeinwohl höhere Steuereinnahmen!“ Transparente Eingruppierungen, verbindliche Entgeltstrukturen und starke Mitbestimmung sorgen für nachvollziehbare und faire Bezahlung. Tarifverträge sind deshalb ein zentraler Hebel für Gleichstellung – nicht nur beim Entgelt, sondern auch bei Arbeitszeit, Qualifizierung und beruflicher Entwicklung.

Aufruf des DGB zum Internationalen Frauentag 2026: „Haltung zeigen!“
Zudem steht die Demokratie zunehmend unter Druck – mit Konsequenzen auch für die Gleichstellungspolitik. Denn menschenfeindliche und antifeministische Ideologien und Parolen gefährden auch die Gleichstellung und die Solidarität. Der DGB ruft deshalb anlässlich des Internationalen Frauentags 2026 dazu auf, „Haltung zu zeigen“– für eine „offene Gesellschaft und eine demokratische Arbeitswelt“.

365 Tage im Jahr – Die IG Metall macht sich stark für Gleichstellung 
Zum Internationalen Frauentag am 8. März 2026 erhalten weibliche Beschäftigte von der IG Metall wieder einen Gutschein für mehrere interessante Online-Seminare

Zudem bietet die IG Metall mit ihrer Podcast-Serie „Die Metallerin“ spannende Gesprächspartnerinnen. Und zwei Folgen des IG Metall-Podcasts „Maloche und Malibu“ seien an dieser Stelle auch noch empfohlen: „Adrenalin ist Frauensache“ und „Karrierekiller Kinder – was wir dagegen tun“. Bei den Podcast-Folgen geht es um die Frage, warum es wichtig ist, dass Frauen an Maschinen arbeiten und Banden bilden sowie um das Thema Benachteiligung von Eltern am Arbeitsplatz.

Von: kk/IG Metall

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