20.01.2026 | Der Warnstreik der Rhenus-Beschäftigten in Kamenz hat zum Erfolg geführt. Die Kolleginnen und Kollegen bekommen in drei Stufen insgesamt 6,52 Prozent mehr Geld. Mit der Entgelterhöhung im Juli 2027 ist damit auch die Angleichung an die Entgelte der Rhenus-Beschäftigten in Chemnitz erreicht. Darauf haben sich die IG Metall Ostsachsen und die Geschäftsführung am 15. Januar, nur einen Tag nach dem Warnstreik, in der dritten Verhandlungsrunde verständigt.
„Der Druck, den die Kolleginnen und Kollegen der Früh- und Spätschicht mit ihrem einstündigen Warnstreik erzeugt haben, hat Wirkung gezeigt“, sagt Anna-Lena Brand, Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Ostsachsen. „Die Entgelte steigen in drei Stufen und das Entgeltgefälle in Ostsachsen gehört mit Erreichen der dritten Stufe endlich der Vergangenheit an. Damit ist diese Ungerechtigkeit im Juli 2027 endlich Geschichte.“
Das Tarifergebnis beschert den Beschäftigten von Rhenus in Kamenz in drei Schritten 6,52 Prozent mehr Geld. Zum Februar 2026 steigen die Entgelte in einem ersten Schritt um 2,5 Prozent, ein Jahr später, zum Februar 2027 um weitere 2,5 Prozent. Mit dem dritten Schritt zum 1. Juli 2027 steigen die Entgelte noch einmal um 1,52 Prozent – damit ist dann auch das Niveau der Kolleginnen und Kollegen von Rhenus in Chemnitz erreicht. Und exklusiv für IG Metall-Mitglieder haben sich die Tarifparteien auf einen Mitgliederbonus geeinigt. Mitglieder der IG Metall bekommen im Februar 2027 einen Bonus von 200 Euro. Der Tarifvertrag endet am 30. September 2027.
„Das ist ein gutes Ergebnis, das den Beschäftigten vor dem Hintergrund der gestiegenen Lebenshaltungskosten spürbare Erleichterungen verschafft“, sagt Gewerkschaftssekretärin Anna-Lena Brand. „Und dass sich die Mitgliedschaft in der IG Metall für Mitglieder auch finanziell auszahlt, weil nur Metallerinnen und Metaller den Bonus bekommen, ist ein gutes Zeichen dafür, dass Solidarität belohnt wird.“
Das Kontraktlogistikunternehmen Rhenus arbeitet in Kamenz ausschließlich für die Accumotive, eine hundertprozentige Tochter der Mercedes-Benz AG. Erstmals hatten sich die Kolleginnen und Kollegen 2023 einen Tarifvertrag erkämpft, der ihnen deutlich bessere Arbeitsbedingungen verschaffte.