Betriebsratswahlen

Warum alle Beschäftigtengruppen im Betriebsrat eine Stimme brauchen – Folge 19 der BR-Wahlvideos

19.02.2026 | Katrin Fritzsche ist Betriebsrätin aus Überzeugung – seit sie Betriebsrätin bei EH Sick in Ottendorf-Okrilla ist. Denn eigentlich war es nie ihr Plan, für den Betriebsrat (BR) zu kandidieren. Warum sie inzwischen richtig glücklich ist über ihr BR-Engagement und warum es wichtig ist, dass alle Beschäftigtengruppen eine Stimme im Betriebsrat haben? Das verrät Katrin Fritzsche in Folge 19 der Videos zur Betriebsratswahl.

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Per Zufall ist Katrin Fritzsche in ihr Betriebsratsamt „reingerutscht“, erzählt sie. Eigentlich „wollte ich nie Betriebsrätin werden“, sagt sie und ergänzt sofort, dass das anders gekommen sei „war dann eine der besten Entscheidungen“, die sie getroffen hat. Denn erst dadurch sei ihr klar geworden, welche Rechte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben, welche Möglichkeiten es für Beschäftigte gibt, über den Betriebsrat im Unternehmen Einfluss zu nehmen und mitzubestimmen. Themen wie Arbeitszeiten oder auch die Gestaltung des Arbeitsplatzes müssen nicht einfach hingenommen werden, sondern können aktiv im Sinne der Kolleginnen und Kollegen mitgestaltet werden. Das, so erzählt sie, betreffe auch den Bereich des „mobilen Arbeitens“, der insbesondere für die Angestelltengruppe unter den Beschäftigten „ein ganz großes Thema ist“.

Eine starke Interessenvertretung – für alle
Genau deshalb ist es wichtig, dass alle Beschäftigtengruppen im Betriebsrat vertreten sind und eine Stimme haben. Oft nämlich sind die Probleme, die zum Beispiel Angestellte im Unternehmen haben, gänzlich von denen der Beschäftigten in der Produktion verschieden. Aber auch diese Perspektive muss im Betriebsrat gehört und mitbedacht werden, damit der Betriebsrat für alle Beschäftigten das Optimum erreichen  kann. Nur wer weiß, welche Fallstricke zum Beispiel beim Thema mobiler Arbeit lauern können, kann diese auch im Sinne der Kolleginnen und Kollegen klären. Darum ist es wichtig, dass aus allen Abteilungen aktive Metallerinnen und Metaller für den Betriebsrat kandidieren.

Für Katrin Fritzsche war die Betriebsratswahl auch persönlich ein Gewinn, wie sie erzählt: „Durch die Betriebsratsarbeit habe ich eine gewisse Weitsicht gewonnen, die ich vorher nie hatte.“ Sie habe gelernt, mit unterschiedlichsten Charakteren, die im Betriebsrat vertreten sind und ihre je eigene Art – laut oder leise – und ihre ganz eigene Perspektive auf die Dinge mitbringen. Das, so sagt sie, „hat mir unheimlich viel gebracht“.

IG Metall und Betriebsrat – ein starkes Team
In mehr als 50 Betrieben, die von der IG Metall Ostsachsen betreut werden, wählen die Beschäftigten ab dem 1. März (bis zum 31. Mai) ihre Interessenvertretungen neu. Die IG Metall Ostsachsen unterstützt die Kolleginnen und Kollegen bei der Wahl, hat Wahlvorstände geschult, steht mit Rat und Tat zur Seite und stellt ihren Mitgliedern zum Beispiel über die Website teamigmetall.de ein großes Repertoire an Materialien zur Verfügung. Und warum Betriebsräte den Unterschied machen, das erzählen die Expertinnen und Experten der Betriebsratsarbeit seit Anfang Oktober in einer kleinen Videoreihe. Jeden Donnerstag erscheint bis in den Wahlzeitraum hinein ein Video, das erzählt, wie Betriebsräte die Arbeitswelt in Ostsachsen Stück für Stück verbessern, was im Zusammenhang mit der Wahl wichtig ist und warum es gut ist, mit der IG Metall Ostsachsen einen starken Partner an der Seite zu haben.

So verpasst Ihr keine Folge
Die Clips findet Ihr direkt auf dem Youtube-Kanal der IG Metall Ostsachsen, über die Homepage oder über den Whatsapp-Kanal der Geschäftsstelle. Also am besten gleich Youtube- oder Whatsapp-Kanal abonnieren und keine Folge mehr verpassen – und natürlich regelmäßig auf der Homepage vorbeischauen. Dort findet Ihr auch alle aktuellen Entwicklungen und Themen aus der Geschäftsstelle.

Von: kk

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