IG Metall Ostsachsen
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05.03.2021, 11:03 Uhr

In eigener Sache

Stark in der Krise, stark aus der Krise heraus – IG Metall Ostsachsen ist auch 2020 gewachsen

  • 28.01.2021
  • Aktuelles

Die IG Metall Ostsachsen ist auch im Krisenjahr 2020 gewachsen und geht gestärkt in das neue Jahr. Entgegen dem Bundestrend verzeichnet sie das fünfte Jahr in Folge einen Mitgliederzuwachs. Damit bleibt sie die stärkste politische Kraft in der Region.

Kundgebung des DGB zum 1. Mai 2019 auf dem Kornmarkt in Bautzen. Foto: André Wirsig für die IG Metall

„Heute verfügt die IG Metall Ostsachsen über knapp 10500 Mitglieder. Bemerkenswert ist hierbei vor allem das Wachstum im Bereich der betrieblichen Mitglieder: Hier übersteigt die Zahl mittlerweile deutlich die 7000.“, so Jan Otto, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ostsachsen. Zum Vergleich: Noch im Jahr 2015 waren es nur knapp 4000. Die Betriebe sind bis jetzt verhältnismäßig gut durch die Krise gekommen: Es gibt keine größeren Standortverlagerungsdebatten, viele Beschäftigte, die nicht in der Produktion arbeiten, konnten ihrer Arbeit im Homeoffice nachgehen. Im Rahmen von Betriebsvereinbarungen wurden für viele Beschäftigte die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes durchgesetzt

Ein besonderes Augenmerk liegt auch in der Pandemie auf dem Ausbau der betrieblichen Mitbestimmung: So wurden unter anderem im Jahr 2020 beim Wohnmobilhersteller Capron in Neustadt i.S. erstmalig ein Betriebsrat gegründet; bei der TG Autohandels GmbH wählten die Beschäftigten einen Betriebsrat - einen der ersten im Kfz-Handwerk in der Region. 

Die IG Metall Ostsachsen geht auch in der Krise aktiv in die Gestaltung der Lebens- und Arbeitsbedingungen. So wurde beim Hygienehersteller Ontex ein Zukunftstarifvertrag mit klaren Innovations- und Standortzusagen verankert; beim Flugzeugkomponentenhersteller Acosa vereinbarte sie tarifvertragliche Regelungen, die bereits jetzt die Ausgestaltung zukünftiger Arbeitsbedingungen beinhalten.

Im neuen Jahr wollen die Beschäftigten der beiden Birkenstock Standorte in Görlitz und Bernstadt zusammen mit ihrer IG Metall einen Tarifvertrag erstreiten. Nach der Übernahme der Bombardier Standorte durch Alstom stehen zudem Gespräche über die Weiterentwicklung der Standorte Bautzen und Görlitz, insbesondere über Produktzusagen und zukünftige Ausschreibungsmodalitäten, an.

Die Herausforderungen durch die Pandemie, den mit dem Kohleausstieg verbundenen Strukturwandel und die notwendige Transformation zu E-Mobilität und Klimaneutralität bleiben 2021 eine Kernaufgabe der IG Metall Ostsachsen. Ein nachhaltiges Mitgliederwachstum bleibt unser Ziel.

Jan Otto, Erster Bevollmächtigter sagt: „In 2020 konnten wir sehen, wie leicht ein unvorhersehbares Ereignis unser aller Leben verändern kann. Wir haben weiter die Aufgabe, die Folgen der Pandemie von unseren Mitgliedern so gut es geht wirtschaftlich fernzuhalten. Zukunftsthemen, wie Transformation und Energiewende, stehen nicht erst seit heute auf der Tagesordnung. Die Arbeitgeberverbände können sich hier ihrer Verantwortung nicht entziehen und sollten schon gar nicht wichtige Errungenschaften einfach zurückdrehen. Tarifverträge zu erkämpfen ist hart, sie zu verteidigen ungleich härter.“ Er fordert die Beschäftigten auf, ihre Kolleginnen und Kollegen anzusprechen und für die Gewerkschaft zu werben. „Denn nur mit der IG Metall wird es besser“, so Otto weiter.