Borbet Sachsen in Kodersdorf

Stockende Tarifverhandlungen – IG Metall fordert ersten Schritt bis zum 18. März

15.03.2024 | Auch die dritte Tarifverhandlung für die Beschäftigten bei Borbet Sachsen in Kodersdorf brachte am 14. März nicht den erhofften Durchbruch. Im Gegenteil: Eine Annäherung war auch in dieser Runde nicht zu erkennen. Bis Montag, 18. März, erwartet die IG Metall Ostsachsen nun vom Arbeitgeber ein sichtbares Zeichen des Entgegenkommens, um die Verhandlungen fortzusetzen.

Bis Montag, 18. März, erwartet die IG Metall Ostsachsen einen ersten Schritt des Arbeitgebers in den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten bei Borbet Sachsen in Kodersdorf. Foto: IG Metall

Die IG Metall hatte den Arbeitgeber bereits nach dem zweiten Termin aufgefordert, mehr Fahrt bei den Verhandlungen aufzunehmen. Davon war jedoch nichts zu spüren. Statt eines verhandlungsfähigen Angebots präsentierte die Geschäftsführung von Borbet Sachsen erneut Wirtschaftszahlen des Unternehmens. „Das kann so nicht weitergehen“, sagt Uwe Garbe, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ostsachsen. „Wir sind gerne bereit, uns die wirtschaftliche Lage des Unternehmens erläutern zu lassen, aber dabei darf es nicht bleiben.“

Die wirtschaftlich angespannte Lage mache schließlich auch vor den Borbet-Beschäftigten im sächsischen Kodersdorf nicht halt. „Unsere Kolleginnen und Kollegen brauchen dringend eine spürbare finanzielle Entlastung“, so Uwe Garbe. „Diese Botschaft haben wir dem Geschäftsführer noch einmal unmissverständlich mit auf den Weg ins Wochenende gegeben.“

Die IG Metall Ostsachsen hat den Arbeitgeber jetzt aufgefordert, jedem Beschäftigten bis zum Sommer eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 1000 Euro auszuzahlen –  als vorläufige Maßnahme und Zeichen des Entgegenkommens, um die Verhandlungen in ruhiger Atmosphäre fortzusetzen. Die Inflationsausgleichsprämie ist ein erster Schritt auf dem Weg zu mehr Gerechtigkeit und fairen Arbeitsbedingungen. Bis zum 18. März soll eine Entscheidung darüber vorliegen.

Die IG Metall will keine Eskalation der Situation, aber sie ist auf jedes Szenario vorbereitet. Am kommenden Dienstag, 19. März, berät die betriebliche Tarifkommission auf einer Sondersitzung die Situation und beschließt die weitere Vorgehensweise.

Hintergrund:
Borbet verfügt über mehrere Standorte in Deutschland. In Kodersdorf arbeiten circa 560 Beschäftigte für einen der weltweit führenden und erfolgreichster Hersteller von qualitativ hochwertigen Leichtmetallrädern.

Damit auch die Arbeitsbedingungen in Kodersdorf der hohen Qualität der Produkte entsprechen, haben die Beschäftigten von Borbet-Sachsen am 8. November eine Tarifkommission gewählt und Tarifforderungen beschlossen.   

Von: kk

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